HHole

"HHole" spricht insbesondere die sukzessive Wahrnehmung des Betrachters an.

Dieser erlebt das komplexe Geschehen und die verschiedenen Bedeutungsebenen des Werkes, indem er durch das Museum und seine Ausstellungsebenen flaniert, aber auch indem er seinen Standpunkt, seine Bewegungen und Beobachtungen rund um das jeweilige Lichtzentrum in einer Arbeitsebene permanent verändert.

Erst durch die Kombination verschiedener Bilder, Ansichten und ästhetischer Eindrücke der sehr unterschiedlichen Ausstellungs- und Arbeitsebenen im Museum wird die Installation in ihrer ganzen Komplexität erfahrbar.

Die Installation, die als Erweiterung der traditionellen Skulptur zu sehen ist, ein raum-zeitliches Environment, veranschaulicht auf erfrischend natürliche und unkonventionelle Weise, wie Kunstwerke entstehen und welche Bedeutung das Kunstwerk an sich hat.

Darüber hinaus möchte die Künstlerin mit ihrer Arbeit dem Betrachter den "Mikrokosmos" Museum als "Ort des kollektiven Gedächtnisses" und die Gleichzeitigkeit der im Dialog versammelten Kunst aus verschiedenen Zeiten, Kulturen und Medien bewusst machen.

Sie möchte auch auf die der Kunst und der Natur innewohnenden Gesetze hinweisen, auf den Organismus des Lebens, ganz zu schweigen von den zyklischen Rhythmen der Natur.

Wir erleben "HHole" als ein multimediales und multisensorisches Werk, das wir von verschiedenen Positionen aus betrachten und aufnehmen können.

Gleichzeitig geht es um die Rolle des Museums in der heutigen Zeit, um die ihm innewohnende Geschichte und Historizität sowie um die verschiedenen Ebenen der Realität, die sich in ihm entfalten.